13. El Calafate, Lago Argentino, Perito Moreno

Mit dem PKW geht es von Puerto Natales durch eintönige Pampa nach El Calafate in Argentinien. Die chilenischen Zöllner haben mal wieder gestreikt, so dass wir an der Grenze etwas mehr als eine Stunde Aufenthalt hatten. Wir hatten unsere Ausreisestempel zwar gleich, aber unserer Fahrerin, die uns etliche Kilometer durch Niemandsland bis nach Argentinien brachte, musste ihr Fahrzeug aus Chile exportieren, was natürlich nur beim Zoll geht. Nachdem alles erledigt war, fuhren wir mit einem argentinischen Fahrzeug nach El Calafate. Auch auf dieser Seite der Grenze erst einmal nur Pampa. In El Calafate haben wir dann das beste Steak auf der ganzen Reise gegessen, ein Genuss.

Nach einer erholsamen Nacht fuhren wir dann mit einem Boot über den See an Eisbergen vorbei zum Upsala- und zum Spegazzini-Gletscher mit seinen bis zu 135 m hohen Steilwänden. Hier hatten wir auch das Glück, das „Kalben“ beobachten zu können.

Der letzte Gletscher, den wir auf dieser Reise aus nächster Nähe bewundern konnten, war der Perito Moreno. Er hat uns nicht den Gefallen getan, vor unsere Augen zu kalben, dafür hatten wir traumhaft schönes Wetter und im strahlenden Sonnenschein war die Wanderung zu den verschiedenen Aussichtsplattformen ein Genuss.

Lago Argentino
Lago Argentino

14 Ushuaia, Beagle Kanal

Weiter geht es mit dem Flugzeug in die südlichste Stadt der Welt, nach Ushuai. Höhepunkt hier war die Fahrt auf dem Beagle Kanal, wo wir Kormorane, Albatrosse und Seelöwen beobachten konnten. Immer mit dem Blick auf die schneebedeckten Darwin-Kordilleren.

Beim Einsteigen ins Boot trafen wir ein Paar aus unserer Nachbarstadt. Die Welt ist doch klein!

Seelöwen am Beagle Kanal
Seelöwen am Beagle Kanal

15. Halbinsel Valdés

Genug von Feuerland und der Nähe der Antarktis, heute fliegen wir wieder nach Norden zur Halbinsel Valdés. Leider war es so stürmisch, dass die Wal-Beobachtungsboote nicht auslaufen konnten und wir so keine südlichen Glattwale sehen konnten. Auf der App von Wetter.com zeigten wir unserem Driver-Guide Robby, dass in Biberach eine Warnmeldung vor starkem Wind von 32 km/h herrschte. Er schmunzelte, meinte, das sei ja nur ein bisschen Wind und zeigte uns die Vorhersage für Puerto Piramides von 63 km/h, also fast das doppelte.

Wir fuhren also über die Halbinsel ganz in den Norden und besuchten eine Kolonie von Magellan-Pinguinen auf dem Gebiet der Estancia San Lorenzo. Hier soll es etwa 500.000 Brutpaare geben. Etliche davon liefen uns auf dem Weg vom Meer zu ihren Nestern direkt vor die Füße. Die Pinguine haben immer Vorfahrt. Sie wissen das anscheinend auch und weichen keinen Zentimeter von ihrem geplanten Weg ab.

Auf dem Weg zur Südspitze der Halbinsel, wo wir Robben und See-Elefanten bewundern konnten, liefen uns immer wieder Guanakos in den Weg. Sie überspringen mühelos die Weidezäune, die für die Schafe ein unüberbrückbares Hindernis bedeuten. Witzig waren auch einige Nanduväter, die mit ihren zahlreichen Küken über die Pampa liefen.

Von Puerto Madryn aus fuhren wir dann nach Trelew und besuchten das paläontologische Museum. Bei einem der Exponate fiel uns die Ähnlichkeit mit einer Versteinerung auf, die wir im Urweltmuseum in Holzmaden auf der Alb gesehen hatten. Und siehe da, die Schieferplatte kam aus Holzmaden. Heimatgefühle auf der anderen Seite des Atlantiks.

Nandus auf der Halbinsel Valdés
Nandus auf der Halbinsel Valdés

16. Buenos Aires

Der nächste Punkt auf unserer Reise war Buenos Aires. Wir waren wieder in warmen Gefilden angelangt und zur Begrüßung blühten in der ganzen Stadt die Jacarandabäume. Ein Traum in hellem lila. Bei einer Stadtrundfahrt befuhren wir die breiteste Straße der Welt und entdeckten die prachtvollen Bauten auf der repräsentativen Seite des Rio de la Plata.

17. Iguazu

Als letzte Station hatten wir uns die Wasserfälle von Iguazu ausgesucht. Wir waren also wieder näher an den Äquator geflogen. Zum Abschluss gönnten wir uns zwei Übernachtungen im Sheraton Iguazu Ressort mit direktem Blick auf die argentinische Seite der Fälle.

Die 275 Fälle sind breiter als die Viktoria- und höher als die Niagarafälle. Wir besuchten sie auf drei ausgedehnten Spaziergängen sowohl auf der argen-tinischen als auch der brasilianischen Seite, immer begleitet von vorwitzigen Nasenbären.

Wasserfälle von Iguazu
Wasserfälle von Iguazu

18. Wieder nach Hause

Nach einer Zwischenübernachtung in Buenos Aires ging es dann nach 57 Tagen wieder über Amsterdam nach Stuttgart, ins kalte und trübe Deutschland.
Fazit:

Wir hatten eine wunderbare Reise mit vielen tollen Eindrücken, die vom Eurolloyd Reisebüro, Marco Polo und den Ansprechpartnern in Südamerika perfekt organisiert war. Sowohl bei der Planung also jeweils vor Ort wurde auf unsere Wünsche und Bedürfnisse eingegangen. Ein großes Dankeschön an alle, auch und vor allem an die örtlichen Fahrer und Reiseleiter. Sie haben unseren Urlaub zu einem tollen Erlebnis werden lassen.

Aus heutiger Sicht würden wir diese Reise allerdings so nicht mehr machen. Die Eindrücke waren so vielfältig, die Gegenden so unterschiedlich, dass die Reise sowohl mental als auch körperlich ziemlich anstrengend war. Wir würden jedem raten, die Strecke zu teilen und lieber zwei Mal nach Südamerika zu fahren.

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