Frühmorgens sind wir am Hosea Kutako Flughafen in Windhoek eingetroffen. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten und dem ersten Geldwechsel begrüßt uns unser örtlicher Reiseleiter herzlich in Namibia. Das Abenteuer Afrika kann beginnen!

Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt dauert ca. 1 Stunde. Bei einer Stadtrundfahrt mit dem Doppeldecker Bus erhalten wir den ersten Eindruck der Hauptstadt Namibias. Das Stadtbild Windhoeks ist von einer Mischung aus kolonialen und modernen Bauten des 20. Jahrhunderts geprägt. Dieser Kontrast in der Architektur spiegelt die Geschichte des Landes wider. Wir besichtigen die Christuskirche, das Reiterdenkmal, die Alte Feste und den Regierungssitz „Tintenpalast“. Am Nachmittag besuchen wir eine Diamantenfirma. Hier erhalten wir einen Einblick in die Herstellung eines namibischen Diamanten. Anschließend checken wir im Schloss Hotel Heinitzburg ein.

Schloss Hotel Heinitzburg
Schloss Hotel Heinitzburg

Der nächste Tag beginnt früh morgens. Durch das Khomas Hochland geht die Weiterreise in ca. 4 Stunden über Schotterpisten zum Namib Naukluft Nationalpark. Gegen Mittag erreichen wir die Sossus Dune Lodge. Inmitten der spektakulären Dünenlandschaft Namibias liegt diese neue Luxuslodge, die im Stil eines afrikanischen Dorfes erbaut ist. Von jedem der 23 großzügig gestalteten Chalets genießt man einen herrlichen Blick auf die rot-gelbe Dünenlandschaft.

Namib Naukluft Nationalpark
Namib Naukluft Nationalpark

Da die Sossus Dune Lodge innerhalb des Nationalparks liegt, können die Gäste morgens als erste und abends als letzte auf die grandiosen Dünen von Sossusvlei steigen. Gegen Mittag besichtigen wir den Sesriem Canyon. Die Schlucht des Canyons ist besonders eindrucksvoll. Der Tsauchabfluss hat sich ein bis zu 30 m tiefes Bett durch Geröllschichten gegraben, die sich vor 15 bis 18 Millionen Jahren hier ablagerten. Am Abend genießen wir den Sternenhimmel und die Stille der Wüste.

In den kühlen Morgenstunden und in der Dunkelheit starten wir zum Sossusvlei, einer riesigen Lehmbodensenke, die von den höchsten Dünen der Welt umringt ist. Das Gebiet ist ein einziges Märchen aus Sand, soweit das Auge reicht. Die Farbschattierungen variieren von blass gelb bis zu leuchtenden Rot- und Orangetönen. Den Sonnenaufgang erleben wir hoch oben auf der Düne „Big Mama“. Diese Dünenlandschaft lässt einen in eine andere Welt ohne Zeit versinken. Nach dem Frühstück geht die Fahrt Richtung Küste (ca. 6 Stunden, sehr schlechte Piste), nach Swakopmund. Am Meer sind die Temperaturen durch den Benguela-Strom kühler. Oft gibt es hier auch Küstennebel. In Swakopmund trifft man nicht selten auf deutsche Straßennamen, „die Stadtmitte“ oder auf deutsche Geschäfte. Wir übernachten im Swakopmund Hotel & Entertainment Centre.

Am nächsten Tag führt uns unsere Reise nach Walvis Bay. Einzigartig ist die wunderschöne Kombination aus Ozean und Dünen. Wir starten mit einem Katamaran durch die Lagune zum Pelican Point. Hier tummeln sich viele Pelzrobben. Zwei Delfine begleiten unser Boot. Für Vogelliebhaber ist es hier ein Paradies! Die Pelikane fliegen direkt neben uns her. An Bord werden wir mit Walvis Bay Austern und Snacks verwöhnt. Nach dieser Tour fahren wir in die Namibwüste hinein, wo wir schon bald auf die älteste Wüstenpflanze der Erde, die „Welwitschia“ Pflanze, stoßen. Das älteste Exemplar ist ca. 1500 Jahre alt und gehört zu den interessantesten und einzigartigsten Pflanzen Namibias! Auf dieser Fahrt durchqueren wir auch die Mondlandschaft. Das Gebiet gleicht wirklich der Mondoberfläche, da es so gut wie keinen Pflanzenbewuchs gibt und die Berge über Jahrmillionen in kraterähnliche Formen umgewandelt wurden.

Am nächsten Tag geht unsere Reise durch den ehemaligen Minenort Uis ins szenenreiche Damaraland. Dieses Gebiet verkörpert die geologisch artenreichste Landschaft, die Namibia vorzuweisen hat. Hier leben Wüstenelefanten, schwarze Nashörner, Zebras und verschiedene Antilopenarten. Auf der Fahrt besuchen wir Twyfelfontein, einen der reichsten Fundorte an Felsgravuren und – zeichnungen. Schöpfer der Darstellungen waren Jäger, die vor ca. 5000 Jahren an den Wasserstellen Wild auflauerten. Twyfelfontein ist Namibias erstes Weltkulturerbe. Anschließend besichtigen wir den „Verbrannten Berg“ mit seinem Farbspiel und die Orgelpfeifen, welche von erdgeschichtlicher Bedeutung sind. Nach insgesamt ca. 3 Stunden erreichen wir das Mowani Mountain Camp.

Das Camp wurde perfekt in die Felslandschaft eingefügt und bietet eine großartige Wüstenszenerie. Wir erleben wieder einen speziellen Sonnenuntergang hoch oben auf einem Felsen, mit Blick über das weite Land. Die Nacht verbringen wir in komfortablen Safarizelten und sind der Natur und den Tieren ganz nah.

Am nächsten Morgen führt uns unsere Fahrt zunächst zum „Versteinerten Wald“. Hier sind von urzeitlichen Fluten bis zu 30m lange Baumstämme angeschwemmt worden und im Laufe der Jahrmillionen versteinert. Das Alter dieser fossilen Baumstämme wird auf 200 Millionen Jahre geschätzt. Nach insgesamt 3 Stunden Schotterpiste treffen wir am südwestlichen Ende desEtosha Nationalparks, dem Andersson Gate, ein. Das Durchfahren des Parks ist nur nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang gestattet. Schon auf der Fahrt zu unserer nächsten Unterkunft, dem Okaukuejo Camp, sehen wir Giraffen, Zebras, verschiedene Antilopen, Oryx und sogar einen Löwen, der es sich direkt an der Straße gemütlich gemacht hat. Das Okaukuejo Camp ist das älteste Camp im Etosha Nationalpark. Zurzeit gilt es als Verwaltungsmittelpunkt und beherbergt das „Etosha Ecological Institut“, wo Forschung und Naturschutzmanagement betrieben wird. Die Attraktion des Camps besteht aus einem, nachts mit Flutlicht beleuchteten, großen Wasserloch. So besteht die Möglichkeit auch scheue Nachttiere zu sehen. Bitte unbedingt eine Taschenlampe einpacken, da viele Unterkünfte in Namibia über keinen Generator verfügen und es durchaus öfters Stromausfall geben kann!

Auch diesen Tag verbringen wir im Etosha Nationalpark. Auf verschiedenen Pirschfahrten haben wir das einmalige Erlebnis, die vielfältige Tierwelt in der freien Natur zu beobachten. Viele Wildarten, die typisch für die Savannen-Ebenen Afrikas sind, finden sich hier in großer Zahl, darunter Zebras, Elefanten, Giraffen, Streifengnu, Springbock, Kudu und das einzigartige Schwarznasen-Impala. Hunderte von Vogelarten wurden hier dokumentiert, die in den Sommermonaten durch Zugvögel ergänzt werden. Mit Glück kann man Leoparden, Geparden, Hyänen und Schakale durch die Gegend streifen sehen. Am Nachmittag fahren wir entlang der Etosha-Pfanne Richtung Namutoni. Dort steigen wir auf Jeeps um und fahren am östlichen Rand der Lehmbodensenke zum Onkoshi Camp. Das Camp ist erst 2008 eröffnet worden und bietet mit 15 strohbedeckten Chalets die luxuriöseste Art im Etosha Park zu übernachten. Die Chalets sind auf Holzplattformen gebaut und geschmackvoll mit einheimischen Materialien ausgestattet. Durch die großen Panoramafenster genießt man einen tollen Blick auf die Salzpfanne.

Onkoshi Camp
Onkoshi Camp

Die beste Reisezeit für Tierbeobachtungen sind die Monate Mai bis Oktober/November. Dann ist es heiß und trocken und die Tiere kommen an die Wasserstellen des Nationalparks. Ab Ende November muss mit Regen (Mücken) gerechnet werden. Da es überall im Land große Temperaturunterschiede gibt, ist es ratsam, auch zur heißen Sommerzeit eine winddichte Fleecejacke einzupacken. An den Küsten steigt das Thermometer meist nicht über 20 Grad Celsius, wobei es tagsüber in der Wüste, im Landesinneren unerträglich heiß ist.

Die letzte große Etappe unserer Tour führt uns in 5 Stunden vom Etosha-Nationalpark wieder Richtung Windhoek zum Okonjima Bush Camp. Okonjima, Heimat der AfriCat Stiftung, wird von unberührter Schönheit und der Weite der Omboroko Berge umgeben. Ziel der Stiftung ist es, Geparden, Leoparden und andere Wildkatzen zu beschützen. Wir haben die Möglichkeit zu Fuß ganz dicht die Leoparden zu beobachten und zu fotografieren. Was für anmutige Tiere! Auch diese Lodge verfügt über eine Wasserstelle, an der wir das „Nachtleben“ der Stachelschweine, Honigdachse und der Rotluchse beobachten können. Die seitlichen Zeltwände unserer Chalets lassen sich für tagsüber sogar öffnen. Und somit verbringen wir die letzte Nacht in Namibia ganz nah an den Tieren dran.

Am nächsten Tag erreichen wir in 3 Stunden Windhoek und werden rechtzeitig von unserem Reiseleiter zum Flughafen gebracht und dort verabschiedet. Auf unserem 10 stündigen Rückflug haben wir ausreichend Zeit, nochmals diese erlebnisreiche Reise Revue passieren zu lassen. Was für ein tierreiches, farbenprächtiges und landschaftliches schönes Land! Wir kommen wieder!

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