Meine Vorfreude auf Myanmar war riesengroß.
Myanmar
Myanmar, das frühere Birma, ist ein Land, das lange für Ausländer komplett geschlossen war. Nach Ende der Militärdiktatur öffnete sich das Land Schritt für Schritt für den Tourismus. Für mich war es mein erster Besuch in diesem südostasiatischen Land im Grenzgebiet zwischen Thailand, Laos, China, Indien und Bangladesch und seiner Küste zur Andaman See im Golf von Bengalen.
Die Ursprünglichkeit, die man hier noch findet, die freundlichen, offenen Menschen beeindruckten mich gleich vom ersten Moment an. Aber das Land befindet sich auch in einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbruch. Er ist überall sicht- und spürbar. Für Reisende bedeutet heute der wirtschaftliche und politische Wandel luxuriöse Hotels, komfortable Busse und gute Inlandsflugverbindungen.
Die Stationen meiner Reise mit dem Studienreiseveranstalter Studiosus sind die quirlige 5-Millionen-Metropole Yangon, die grandiose Tempelwelt in Bagan und der mystisch anmutende Inle-See.
Yangon
Anfang April bei feuchtheißen 37 Grad in Yangon angekommen ist der erste Anlaufpunkt die Sule-Pagode. Schuhe und Socken aus – das ist Pflicht in allen birmesischen Tempelanlagen – und ganz „buddhistisch“ im Uhrzeigersinn rund um den Turm schlendern. Mein Karma verbessern kann ich hier auch gleich, ich erstehe ein kleines Goldplättchen für 1000 Kyat, welches der Flugdrachen hoch hinauf zu einem Schrein befördert und das für die Renovierung des Tempels genutzt wird.
Während eines Stadtspaziergang sieht man allerlei kuriose Dinge, wie das Betelnuss kauen – zu sehen an den roten Spuren überall auf dem Boden. Die Dame, die an einem kleinen Stand sitzend die kleinen Päckchen herstellt ist ganz vertieft in ihre Arbeit. Getrocknete, gehackte Stücke der Nuss werden mit Kräuter, Zimt und Kardamon in die mit einer seifenähnlichen Paste bestrichenen Betelblätter eingewickelt und gefaltet.
Shwedagon Pagode
Mein Tipp für Yangon ist der Besuch der Shwedagon-Pagode zum Sonnenuntergang. Es ist ein Farbenspiel ohnegleichen, wenn die langsam untergehende Sonne die goldenen Tempeldächer erstrahlen lässt. Familien waschen Ihre Buddhas, betende Mönche in sich versunken, burmesische Pilgergruppen singend auf dem Boden sitzend – man befindet sich in einer komplett anderen Welt.
Zum Übernachten in Yangon uneingeschränkt empfehlenswert ist das 5-Sterne-Hotel Sule Shangri-La. Super zentral gelegen, zu Fuß ist der bekannte Scotts-Market zum Schauen und Stöbern schnell erreicht. Das riesige Frühstücksbuffet überfordert fast: Indische, arabische, asiatische und europäische Spezialitäten reihen sich aneinander – was nehme ich denn nur? Am Abend in der Rooftop-Bar im gegenüberliegenden Sakura Tower unbedingt einen Absacker genießen, bei einem grandiosen Blick auf das glitzernde Lichtermeer von Yangon. In der Nähe liegt auch das legendäre Hotel „The Strand“. Der High-Tea nachmittags oder die Sarkie-Bar am Abend, inklusive kolonialem Charme, versetzen einen gedanklich in die Welt um 1900.
Bagan
In Bagan, der Weltkulturerbe-Stadt am 2170 langen Fluss Ayeyarwady, befindet sich das größte Tempelmeer der Welt – von den einst über 10.000 Pagoden, Stupas und Tempeln stehen heute noch rund 2000. Auf holprigen Pferdekutschen sitzend, über staubige Wege an diesen uralten Zeugnissen der Vergangenheit vorbeizurattern – welch ein Gefühl!
Und dann bricht endlich der Morgen an, dem ich entgegengefiebert habe. Die Heißluftballone liegen bei Ankunft in der Dunkelheit noch platt am Boden, werden bald befüllt und ich schwebe im Korb stehend ganz langsam und leise nach oben. Was für ein Anblick, was für ein Gefühl im Bauch, hoch über den Tempeln den Sonnenaufgang zu erleben und ganz Stolz danach bei einem Gläschen Champagner das Ballondiplom in Empfang zu nehmen.
Den Sonnenuntergang am Abend zelebrieren mit einem leckeren Rum-Sour in der Hand, auf einem Boot auf dem Ayeyarwady – wo beginnt und endet so schon ein Tag? Übrigens, es gibt natürlich noch viel mehr zu entdecken, die Shwezigon-Pagode (natürlich auch zum Sonnenuntergang), die Ananda-Pagode, der Besuch einer Lackmanufaktur und abends während des Dinners eine Marionetten-Aufführung mitverfolgen sind nur einige Tipps.
Inle See
Der Inle-See wartet mit einer Überraschung, denn die Landschaft wird plötzlich – grün! Eine Erfrischung für’s Auge nach der doch recht trockenen Gegend rund um Bagan. Spannend ist bereits auf dem Weg zum Hafen die Besichtigung einer Papier-und Schirmmanufaktur, in der gezeigt wird, wie Papier aus dem Holz von Maulbeer- und Eukalyptusbäumen geschöpft wird.
Ab Nyaung Shwe ist das Langschwanzboot für die nächsten zwei Tage das Fortbewegungsmittel.
Vorbei an Einbeinruderern , die mit einer ganz besonderen Technik Fischfang betreiben und durch die direkt auf dem See stehenden Stelzendörfer legt das Boot am Hotel Inle Resort an. Eine sehr ruhige, inmitten von Palmen und Bananenstauden gelegene tropisch anmutende Anlage. Mückenschutz hier sehr wichtig! Der Inle See ist eine ganz eigene Welt für sich. Wie sich die dort lebenden Intas ihr Leben und Arbeiten auf dem See eingerichtet haben und vom Boot aus zu beobachten, wie sie im morgendlichen Dunst auf Fischfang gehen und auf Ihren schwimmenden Gärten Gemüse ernten bleibt unvergesslich.
In einer kleinen Kochschule in einem der Stelzenhäuser auf dem See kocht Herr Khun Myo mit seiner gesamten Familie gemeinsam mit uns burmesische Speisen nach den Rezepten seiner Mutter. Lecker sind sie, die Hühnchen in Zitronengras-Sauce, die Gemüse Tempura und die burmesischen Doughnuts zum Nachtisch.
Was es sonst noch zu erkunden gibt: Indein – ein Pagodenfeld mit vergoldeten Stupas und Chedis, viele schon zerfallen, einige bereits wieder aufgebaut. Die Phaung Daw Oo-Pagode mit seinen fünf Goldklumpenbuddhas oder natürlich speziell für uns Frauen, eine Seidenmanufaktur, in der man herrliche handgefertigte Seidenschals erstehen kann.
Ausflugsziele Papiermanufaktur, Kochschule, Seidenspinnerei
Am Ende meiner kleinen Reise durch Myanmar bin ich verzaubert von den freundlich lächelnden Menschen, den vielen Geschichten und spannenden Eindrücken und kann nur sagen – wenn nicht jetzt – wann dann? Für reinen Strandurlaub ist Myanmar absolut zu schade, für eine Rundreise mit Badeverlängerung aber uneingeschränkt zu empfehlen.
Wann möchten Sie reisen? Die beste Reisezeit liegt zwischen November und Anfang April. Im Dezember/Januar kann es am Inle-See nachts kühl werden bis auf ca. 15-18 Grad. Zur Einreise ist ein gültiger Reisepass mit Visum nötig. Die Währung ist der Kyat, Umtausch ist gegen Euro und Dollar am besten gleich nach Ankunft am Flughafen möglich.
Für eine Beratung stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und ich sage schon einmal „Mingalaba“ in Myanmar! Wir freuen uns auf Sie!
Ihre Beate Weber
—————————————-
Euro Lloyd Reisebüro Stuttgart
Marktstr. 1-3
70173 Stuttgart
Tel.: (0711) 23 731 – 90
oder per Mail an: stuttgart(at)reisebuero-eurolloyd.de
Euro Lloyd Reisebüro Ludwigsburg
Heinkelstr. 1, im Breuningerland
71634 Ludwigsburg
Tel.: (07141) 22 146 – 0
oder per Mail an: ludwigsburg(at)reisebuero-eurolloyd.de
Euro Lloyd Reisebüro Sindelfingen
Tilsiter Str. 15, im Breuningerland
71065 Sindelfingen
Tel.: (07031) 79 353 – 0
oder per Mail an: sindelfingen(at)reisebuero-eurolloyd.de
Werbung, weil Markennennung
Da bei den Blogartikeln naturgemäß auch Marken- und Hotelnamen genannt werden, muss dieser Zusatz angehängt werden, um keine Abmahnungen zu erhalten.
Wir versichern jedoch, alle Berichte entstehen aufgrund eigener Erfahrungen und Erlebnisse und sind die unabhängige Meinung der Autoren!
Da möchte ich am liebsten gleich selbst in den nächsten Flieger steigen um dieses facettenreiche Land kennen zu lernen. Ein toller Bericht!
Wow, was für tolle Bilder! Das frühere Burma hat man als Reiseziel gar nicht aktiv auf dem Schirm. Braucht man denn ein Visum um einzureisen?
Meine Reise durch Myanmar war ein wirklich einmaliges Erlebnis. Der Erlebnis-Reiseveranstalter Gebeco hat für 2023 wieder verschiedene Reisen aufgelegt, die Sie unter diesem Link finden:
Gebeco-Rundreisen Myanmar.
Für Rückfragen stehe ich
gerne zur Verfügung.