Winterzauber jenseits des Polarkreises
Nordnorwegen mit Marco Polo
Der Veranstalter Marco Polo entführt die Gäste in eine Region,
die im Winter verzaubert und wo es viel zu entdecken gibt.
Die Gruppen bestehen aus maximal 12 Personen plus einem Reiseleiter.

Meine Reise beginnt hier
Unsere Reise startet in Tromsø in Nordnorwegen, eine kleine Stadt nördlich des Polarkreises. Der Flug ab Frankfurt dauert dreieinhalb Stunden.
Im Dezember fliegt Eurowings nonstop einmal wöchentlich von Stuttgart nach Tromsø, im Februar und März sogar zweimal pro Woche.
Beim Verlassen des überschaubaren Flughafens empfängt uns heftiges Schneetreiben. Es ist nicht sehr kalt. Die Temperaturen schwanken um diese Jahreszeit aufgrund des Einflusses des Golfstromes an den Fjorden zwischen minus 8 und plus 3 Grad. Im Landesinneren kann es wesentlich kälter sein.
Bevor wir den Flughafenbus in die Stadt nehmen, muss noch die App zum Bezahlen der Tickets heruntergeladen werden. Denn in den skandinavischen Ländern wird fast ausschließlich bargeldlos bezahlt.
Es ist 15 Uhr und wir fahren bei absoluter Dunkelheit ins Zentrum von Tromsø, vorbei an hellerleuchteten und weihnachtlich geschmückten Fenstern.
Erste Nacht in Tromsø
Die erste Nacht verbringen wir im Thon Hotel, welches nur unweit der Storgata,
der Fußgängerzone von Tromsø, liegt.
Übrigens: Alle Fußwege in der Innenstadt sind beheizt und schneefrei.
Norwegen ist reich an erneuerbaren Energien und produziert seinen Strom fast ausschließlich aus Wasserkraft und Wind.


Walbeobachtung in Skjervøy
In Skjervøy ist die Übernachtung sehr einfach, aber – wie überall in Norwegen – sehr sauber.
Frühmorgens gehen wir an das Ufer des Fjordes und fahren mit einem Motorboot hinaus, um Wale zu beobachten. Entlang verschneiter Berge wird die Landschaft in ein rötliches Polarlicht getaucht.
Nach kurzer Zeit sehen wir die riesige Walflosse eines Buckelwals, die direkt vor uns aus dem Wasser auftaucht und mit einem lauten Klatschen im eiskalten Wasser verschwindet.
Plötzlich sind wir umgeben von Orca-Familien, die immer wieder direkt vor uns auftauchen. Diese sind nur kurze Zeit im November in dieser Region zu beobachten. Wir entdecken sogar Menschen im Wasser, die mit den Walen schnorcheln. Unvorstellbar – aber Trockenanzüge machen es möglich.
Eine Teilnehmerin aus unserer Gruppe berichtet, dass sie eine Woche zuvor bereits hier mit Walen geschnorchelt ist und ein riesiger Finnwal direkt an ihr vorbeigeschwommen ist. Welch ein Erlebnis!
Weiterreise nach Storslett
Gegen 13 Uhr, bevor es wieder dunkel wird, kehren wir zurück an das Ufer. Ein Kleinbus bringt uns nach Storslett, wo wir die nächsten drei Tage im Reisafjord Hotel übernachten.
Der Nachmittag ist frei. Jede und jeder von uns ist erschöpft von dem Erlebten – und auch von der Kälte. Die gemütlichen, warmen Zimmer haben einen traumhaften Blick auf den kleinen Hafen und den Reisafjord.Im einzigen Gasthaus treffen wir am Abend auf die wenigen Einwohner, die hier zusammenkommen und gemeinsam zu Abend essen.
Die Menükarte ist sehr einfach. Unter anderem gibt es ein traditionelles skandinavisches Gericht: Lutefisk – getrockneter Kabeljau, der in Wasser eingeweicht wird. Dazu reicht man Erbsenpüree und Kartoffeln.
Hundeschlittenfahrt mit Huskys
Ein Schneesturm am nächsten Morgen lässt uns zunächst im Hotel verweilen. Am Abend starten wir zu einer Hundeschlittenfahrt mit Huskys. Bereits bei der Ankunft empfangen uns rund 30 Hunde euphorisch mit lautem Gebell. Tom, der Hundebesitzer, stattet jede und jeden von uns mit warmer Kleidung, Handschuhen und einer Stirnlampe aus. Nach einer kurzen Einweisung bekommen immer zwei Personen einen Schlitten mit fünf vorgespannten Hunden.
Diese sind so wild, dass man die Fußbremse vor dem Start auf keinen Fall lösen darf – sonst braust der Schlitten davon. Ab geht die Fahrt in die Dunkelheit. Nur die Stirnlampen und die Vordermänner zeigen uns den Weg durch den verschneiten Wald. Plötzlich erscheint ein helles Licht mitten im Wald und wir machen Halt. Die Hunde werden angeleint und festgebunden.

An einem Lagerfeuer trinken wir heißen Kakao. In einer Blockhütte daneben wird Rentiersuppe gereicht. Tom erzählt uns von seinem Leben mit den Hunden, vom Training im Sommer – und wir hören gespannt zu. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis.

Wanderung & Nordlichter
Am nächsten Vormittag entführt uns Lars, unser Reiseleiter von Marco Polo, vor der Dunkelheit auf den „Hausberg“ von Storslett. Durch tiefen Schnee stapfen wir etwa eine Stunde zu einem Aussichtspunkt. Der Weg führt durch niedrige Birkenwälder. Ein atemberaubender Blick auf den Reisafjord und die umliegenden Berge belohnt uns für den anstrengenden Aufstieg. Bevor es dunkel wird, kehren wir wieder ins Hotel zurück.
Am Abend werden wir mit einem Kleinbus abgeholt. Nach einer 20-minütigen Fahrt erreichen wir einen Parkplatz. Jede und jeder erhält Schneeschuhe und wir stapfen bei eisiger Kälte in die absolute Dunkelheit an das Ufer des Fjordes.Wir wollen Nordlichter sehen. Zunächst wärmen wir uns an einem Lagerfeuer. Dann, nach kurzer Zeit, erscheinen die Nordlichter am Polarhimmel. Ein einmaliges und unvergessliches Schauspiel beginnt – man weiß gar nicht, wohin man schauen soll. Am farbigsten sieht man die Lichter durch ein Objektiv oder ein Handy. Die Hände werden immer steifer, aber man kann nicht aufhören zu fotografieren.
Unser Guide Steffen erklärt uns auch den Begriff der Polarlichter. Der Oberbegriff lautet „Polarlichter“. Im Norden sieht man ausschließlich die Nordlichter, die den Namen Aurora Borealis tragen. Diese kann man nicht nur in Skandinavien sehen, sondern auch im Norden der USA, Kanadas und Russlands. Eine „Aurora“-App kann bei der Suche behilflich sein.
Zurück nach Tromsø & Destillerie
Der vorletzte Tag verspricht nochmals atemberaubende Eindrücke. Unsere Reise führt uns zurück in die „Zivilisation“ nach Tromsø. Mit dem Kleinbus fahren wir durch einen langen Tunnel unter einem Fjord hindurch. Weiter geht es am Ufer entlang bis nach Olderdalen. Mit der Fähre setzen wir nach Lyngseidet über – zur nördlichsten Destillerie der Welt.
In der Aurora Spirit Distillery werden aus heimischem Getreide und sauberem Fjordwasser Aquavit, Whisky und Gin hergestellt. Wir nehmen an einer sehr interessanten Führung teil und dürfen auch probieren. Der Erwerb von Alkohol ist jedoch nicht erlaubt. In Norwegen ist dieser nur in speziellen Läden, den „Vinmonopolet“, ab 18 Jahren möglich.
Am Ufer des Fjordes lassen wir unseren Blick noch einmal schweifen. Bereits mittags um 13 Uhr erscheint der Mond zwischen zwei Bergen. Mit dem Linienbus, zunächst per Fähre und anschließend auf der Straße, erreichen wir nach 1,5 Stunden pünktlich am Abend Tromsø.
Abschied vom Winterwunderland
Ein letzter Abend im weihnachtlich geschmückten Tromsø. Wie schon bei der Ankunft erwartet uns am nächsten Nachmittag ein heftiger Schneesturm. Die Lufthansa-Maschine muss vor dem Abflug erst enteist werden. Eine meiner schönsten Reisen geht zu Ende. Ich freue mich, viele Menschen für solch eine außergewöhnliche Reise inspiriert zu haben.
Du möchtest Norwegen im Winter selbst erleben?
Wenn dich mein Norwegen-Abenteuer genauso begeistert hat wie mich damals der erste Blick auf die verschneiten Landschaften, dann habe ich etwas ganz Besonderes für dich:
Gemeinsam mit Marco Polo Reisen bieten wir ausgewählte Winterreisen nach Norwegen an – perfekt organisiert und mit echten Insider-Erlebnissen.
– Reiseziel: Norwegen (z.B. Lillehammer oder Tromsø)
– Veranstalter: Marco Polo
– Reiseart: Winterzauber / Studienreisen
– Angebot: 6 Tage/5 Nächte in Lillehammer ab 895€
Noch ein letzter Tipp:
Diese Reise sollte mindestens ein Jahr im Voraus gebucht werden. Die Gruppen sind klein und die Nachfrage ist groß.
Euro Lloyd ReisebürosGünstig wie Internet – Persönlicher Service – Sicherheit beim Reisen
Euro Lloyd Reisebüro Stuttgart
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Werbung, weil Markennennung
Da bei den Blogartikeln naturgemäß auch Marken- und Hotelnamen genannt werden, muss dieser Zusatz angehängt werden, um keine Abmahnungen zu erhalten.
Wir versichern jedoch, alle Berichte entstehen aufgrund eigener Erfahrungen und Erlebnisse und sind die unabhängige Meinung der Autoren!

Was für eine beeindruckende Reise – richtig gut eingefangen, wie intensiv und besonders der Norden im Winter ist!
Kleiner Tipp fürs nächste Mal bzw. für Leser:innen: warme Schichten im Zwiebellook sind Gold wert (vor allem bei Polarlichtern und Bootsfahrten) Außerdem: Powerbank nicht vergessen – Kälte zieht Akkus extrem schnell leer.
Ein rundum inspirierender Bericht!
Einladende Schilderungen
Frage zur Ausrüstung reichen Thermo Hosen?
Schneeschuhe lese ich können ausgeliehen werden.
Klingt nach einer echt unvergesslichen Reise, vor allem die Begegnung mit den Walen muss unglaublich gewesen sein! Die Kombination aus Natur, Abenteuer und diesen besonderen Momenten macht richtig Lust.Ein Stativ lohnt sich auf jeden Fall, um die besondere Stimmung und das Licht perfekt einzufangen.
Das klingt nach einer wundervollen Reise mit all den Highlights, die zu einer Winterreise in Nordnorwegen dazugehören. Nicht jeder hat das Glück, Polarlichter zu sehen.
Ich hatte selbst das große Glück, an dieser wahrhaft einmaligen Reise teilzunehmen – ein Erlebnis, das sich kaum in Worte fassen lässt. Die atemberaubenden Polarlichter tauchten den Himmel in ein magisches Farbenspiel, während die Fahrt mit dem Huskyschlitten durch die verschneite Weite ein unvergleichliches Gefühl von Freiheit und Abenteuer vermittelte. Ratsam ist die Reisezeit im Januar oder Februar. Hier sind die Tage etwas länger hell.
Mein ganz persönlicher Tipp für einen Ausflug zum Nordkap ist ein privater Mietwagen ab und bis Hafen. Dieser muss unbedingt im Voraus reserviert werden.
Ein weiters Highlight auf unserer Reise waren die Lofoten. Ein Tagesticket für den öffentlichen Busverkehr kostet nicht viel und bringt Sie an unberührte Orte. Gerne berate ich Sie hierzu persönlich.
Sensationell, liebe Kerstin!
….once in a lifetime-Erlebnis 🙂