Mangas, Samurais, Geishas, Tempel, Schreine, mystische Landschaften, magische Zen Gärten, schrille und moderne Mega-Cities. Ein Land der Gegensätze mit tausendjähriger Kultur, Zen Meditation und traditioneller Tee Zeremonie im Dialog und harmonischen Einklang mit ultramodernen Städten, grandioser Architektur, Wolkenkratzer und Leuchtreklamen 

„NIPPON“ so Japan in der Landessprache, setzt sich aus NI – Sonne und PON zusammen, was so viel bedeutet wie Ursprung, Wurzel und Beginn. Das „Land der Aufgehenden Sonne“ ein schönes Bild ! Welche Zeit ist die beste für eine Reise dorthin? Ist es der Frühling, wenn die Sakura Kirschbäume in voller Blüte stehen? Oder ist es der Herbst, wie auf meiner Reise, wenn die Blätter sich in den schönsten Brauntönen färben, die Temperaturen mild sind und das Licht so warm auf einen leuchtet.  

Japan das Land der aufgehenden Sonne
Japan das Land der aufgehenden Sonne

Nur wenige Kulturen der Welt können selbst den erfahrenen Reisenden noch so in Verzückung und Erstaunen versetzen wie die japanische Kultur. 

Das Inselreich im Fernen Osten hat sich trotz jahrzehntelanger Vernetzung im globalen, westlich geprägten Wirtschaftsleben seine eigentümliche, aus unserem Blickwinkel gar exotische Lebensart bewahrt, die uns fasziniert, bisweilen auch irritiert. Der Mix aus alter Tradition und modernster Technik begeistert mich am meisten.

Zur Einstimmung auf dieses besondere Land wälze ich unzählige Reiseführer und lasse mich von dem Buch unserer lieben Stammkundin Lucinde Hutzenlaub inspirieren. Sie durfte einige Jahre in Japan leben und ich stimme ihr zu, das „Japanisch“ nicht zu Unrecht aus „ja“ und „panisch“ besteht.

Das wichtigste Wort ist „Sumimasen!“Entschuldigung! Der Japaner ist an Höflichkeit und Sanftmut nicht zu übertreffen. 

In Japan ist alles geordnet, reguliert und Ästhetik und Perfektion begeistern. Hier gilt:  

Immer lächeln. Nicht schwitzen. Nichts anfassen. Bloß keinem die Hand geben. Auf den Gehwegen und auf dem Bahnhof ist der Weg vorgegeben. Erstaunlich – alle halten sich daran. Selbst die Züge sind auf die Sekunde pünktlich.

Wir schlurfen auch nicht mit den Toilettenslippern im Restaurant herum, ziehen den Yukata, den Hauskimono im japanischen Onsen-Hotel richtig herum an, ich habe es nicht gewusst und es falsch gemacht: linke Seite über die rechte, andersherum werden Tote bestattet. Die Nase schnäuzt man sich nur im Verborgenen während man Nudeln laut schlürft. Pünktlich sein, heißt 10 Minuten früher. In der Öffentlichkeit unterhalten wir uns nur in leisem Ton – auch gilt Essen, Trinken oder Rauchen im Gehen als ziemlich ungehobelt. Im Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen zu essen und zu trinken gehört wiederum zum Brauchtum. Am Tisch sich niemals selbst einschenken und im Restaurant bloß kein Trinkgeld geben, es gilt als würdelos.

Faszinierend auch der Regenschirm-Knigge. Das ist kein Witz, selbst das ist reguliert. Kein Laden oder Kaufhaus darf mit einem nass-tropfenden Schirm betreten werden. Spezielle Schirmhüllen-Spender am Eingang stülpen ihm einen ‚Plastik-Kondom‘ über, indem man ihn schnell rein und rauszieht. So manches erscheint uns Europäern so seltsam und fremd. Ein sehr westlich anmutendes Land wird so fremd.

In Japan geht nix verloren. Es heißt, dass man in Tokio alles Verlorene wiederbekommt. Von 100.000 verloren gegangen Handys im Jahr werden 95% bei der Polizei abgegeben. Und selbst liegen gelassenes Bargeld findet zu seinem Eigentümer zurück. Wie in wohl keinem anderen Land der Welt sind den Bürgern Ordnung, Harmonie und Gehorsam so sehr in Fleisch und Blut übergegangen. Einer meiner Mitreisenden hat seine Kameratasche im Zug nach Kyoto vergessen. Keine 24 Stunden später wurde diese ins Hotel gebracht.

So viele Länder habe ich weltweit bereist. Japan bleibt mir mit den schönsten Bildern in Erinnerung.

Tokio die Megacity ohne Mülleimer. Wie diszipliniert Japaner sind, merkt man, wenn man auf Tokios Straßen vergeblich nach einem Mülleimer sucht. Man nimmt seinen Abfall schlichtweg mit nach Hause. Auf der Straße zu trinken, zu essen oder zu rauchen ist in Japan äußerst verpönt. Das hat auch rein praktische Gründe, zu viele Menschen auf zu engem Raum würden Unmengen an Abfall produzieren. Straßenfeger tragen weiße Handschuhe, damit Sie Ihre Würde nicht verlieren.  

Bloß nicht stören. Rücksicht nimmt man auf dem stillen Örtchen, peinliche Geräusche werden mit Wasserrauschen oder Vogelgezwitscher unterdrückt, es gibt sogar Pillen für geruchslose Verdauung. Japaner wird man nie laut erleben, außer vielleicht, sie sind betrunken. Im öffentlichen Stadtverkehr wird kaum gesprochen, niemals telefoniert, geschweige denn gegessen und die Lektüre versteckt man hinter einem neutralen Einband, schon beim Kauf wird es ungefragt eingeschlagen.

In den Straßen sind kleine Heizknöpfe, die im Winter das Gefrieren der Straßen verhindern.  Tokyo ist ein großer Irrgarten und ständig in Bewegung. Im Amüsierviertel Shinjuku fällt mir Bill Murray in ‚Lost in Translation‘ ein – das Fremdsein in Japan und die zaghafte Kontaktaufnahme mit einer befremdlichen Kultur.

Wie wär’s mit einem Cocktail mit Skyline-Blick über die Wolkenkratzer Shinjukus?

Die exklusive New York Bar im Grand Hyatt in der Bill Murray sich allabendlich den Whisky runterkippte (exklusive Preise). Mein Filmtipp: Auf dem Hinflug anschauen.

Nach Tokio fährt man zum Staunen

Tokio wirkt aufgeräumt und gleichzeitig bizzar auf jeden Reisenden. Es ist unmöglich ganz Tokio zu erfassen und zu verstehen. Es reicht zu Staunen über eine Stadt, die so anders ist alle anderen, die Weltmetropole der Reizüberflutung in der man auf große Rücksichtnahme stößt.

Ein Ausflug in den Nikko-Nationalpark mit den Kegon Wasserfällen, idyllisch in den bunten Laubwäldern gelegen und Besichtigung einer der schönsten Tempelanlagen, fast schon ein Katzensprung nördlich der Metropole Tokios.

Etwa 100 Kilometer westlich von Tokio liegt Hakone am Ashi-See, am Fuße des Mount Fuji und schon die Fahrt dorthin lässt einen träumen. Vorbei an spirituellen Bergen, mystischen Wäldern ist die Region um Hakone eine der bekanntesten Orte in ganz Japan, um in heißen Quellen, den Onsen zu baden.

Glückseeligkeit stellt sich ein nach einem heißen Bad im eigenen Onsen im Ryokan. Im Relais & Châteaux ASABA, nur wenige Minuten vom Fluss entfernt,erschließt sich Ihnen das Japan der Legenden :

Man erzählt, dass Kobo Daishi, der Begründer des japanischen Buddhismus jeden Morgen im Fluss Katrura badete, um Körper und Geist zu reinigen.

 Entspannung durch die Düfte der Natur an diesem besonderen Ort der Ruhe findet man beim Bad in den heißen Quellen oder einem tradionellen Kaiseki Mahl, dass ein ganzheitliches Sinneserlebnis ist, und das Auge fast mehr verzaubert als den Magen.

Die höchst delikate Kaiseki Kunst entspricht, ganz im Gegensatz zum asketischen Grundgedanken der Mönche, der anspruchsvollen europäischen Haute Cuisine. Ich kann bestätigen, sie sind der Inbegriff der geschmacklichen und ästhetischen Perfektion.   

 Will man die Japaner und ihr Land verstehen, geht man am besten Essen! 

Die japanische Ess- und Trinkkultur gehört zum Höhepunkt einer jeden Japan-Reise. Brodelnde Suppenküchen oder urige Sake-Kneipen, die oft nur ein Loch in der Wand sind, rauchige Yakiniku-Lokale, in denen feinstes japanisches Wagyu-Rind am Tisch gegrillt wird, reihen sich in den Gassen der Ausgehviertel aneinander. Schier unendlich, was aus dem Meer gefischt wird und frischer nicht sein könnte. Sushi, das Weltgericht, wird man erst richtig in seiner Heimat zu schätzen lernen. Hier isst das Auge mit. Und dann die Krönung der japanischen Küche, ein Kaiseki-Mahl in einem traditionellen Ryokan. Die Leichtigkeit eines Achtgang-Menüs wird hier zur Kunstform erhoben. Nicht ohne Grund wurde Japans traditionelle Küche 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Kyoto. Die alte Kaiserstadt ist Japans stilvolle Kulturhauptstadt

Japan teilt sich geschichtlich, kulturell und kulinarisch in zwei Hälften: in Westjapan und in Ostjapan. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 400 Km geht die Fahrt mit dem schnellsten Zug der Welt, dem Shinkansen in 2 Stunden und 15 Minuten von der Megacity Tokyo in die alte Kaiserstadt Kyoto.

Traditionell aber nicht altmodisch, dafür sorgen kreative Geister und Künstler. Junge Frauen aus Tokio kommen her, um den traditionellen Kimono zu tragen. Besonders schöne und hochwertige Souvenirs findet man hier, etliche historische Machiya-Unterkünfte – und natürlich die schönsten Tempel und Zen-Gärten des Landes.

Nicht sattsehen kann ich mich an den Tempeln. Die meisten Japaner gehören den beiden Hauptreligionen Shinto (japanische Urreligion) und Buddhismus an.

Die alte Kaiserstadt Kyoto bietet tausende buddhistischer Tempel und Shinto-Schreine. Darunter ist auch der Kinkaku-ji (Goldener Pavillon) vom Titelbild. Ebenfalls sehenswert ist der „Fushimi-Inari-Schrein“ mit seinen hunderten knallroter Torii-Tore.

In der ersten Kaiserstadt Nara – rund 45 Kilometer von Kyoto entfernt – könnt ihr Hirsche vor den Tempeln sehen. Sie gelten als Götterboten, mehr als 1.000 laufen in der Stadt herum.Sie sind so zutraulich, dass sie euch aus der Hand fressen. Ich war zeitweise von mehreren Hirschen umringt, wurde sanft angestubst und so um Futter gebeten.

Schmunzeln muss ich, als unser Riksha-Fahrer in Kyoto ganz Stolz ein Selfie zeigt von sich mit Ryana und eins mit Gerard Depardieu., der neben dem kleinen, feinen Japaner wie ein Riese wirkt. Mit einem stolzen Lächeln erklärt der junge Mann uns, dass die beiden Stars auch wie wir im besten Hotel Hotel „in town“, im RITZ CARLTON Kyoto übernachtet haben.

Sie haben Fragen zu Japan und den erwähnten Hotels?
Ich bin Ihr perfekter Ansprechpartner, wenn es um Reisen rund um Japan geht. Gerne beraten wir Sie für Ihre Wunschdestination.

Ihre Dagmar Bordon

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8 Kommentare

  1. Liebe Dagmar,
    dies ist die Erzählung einer Reise in eine andere Welt. Viele Normen, die bei uns mehr und mehr verloren gehen.
    Sehr interessant zu lesen!

  2. Liebe Kerstin ,
    das stimmt und nur wer nach Japan reisen durfte kann dies verstehen.
    Dieser Kontrast in den Städten , die herrliche Landschaft außerhalb und die für uns sonderbar anmutenden Menschen , so fein und ruhig.

  3. Nicht erlaubt ist der Besuch für tätowierte Urlauber in einem Onsen.
    Für uns ist eine Tätowierung Ausdruck von Individualismus. In Japan bedeutet das die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Unabhängig vom Motiv, assoziiert man damit Yakuza, also die heimische Mafia.

  4. „Soine-ya“
    In Japan gibt es Cafés, in denen Männer Frauen buchen – nicht für Sex, sondern zum Kuscheln.
    In anderen skurrilen Cafes kann man Eulen streicheln und mit Katzen kuscheln.

  5. Diese Reiseerfahrung ist so lebendig geschrieben, dass ich Japan auch kennen lernen möchte.
    Danke liebe Dagmar für dein Mitnehmen und Teilen sehr besonderer Momente!

  6. ein wunderschöner Bericht über ein sehr faszinierendes Reiseziel!
    Ich selbst habe Japan auch schon bereist und ich finde, dieses Land sollte man mit einem fachkundigen Reiseleiter besuchen. Man spart sich viel Mühe und hat mehr Zeit für das Wesentliche, nämlich völlig in diese feine Kultur einzutauchen.

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