Mit seinen 13 Ländern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hat der südamerikanische Kontinent alles zu bieten, was das Reiseherz begehrt: von den Tropen bis zur Antarktis, von üppigen Regenwäldern, hohen Vulkanen, bis hin zu knochen-trockenen Wüsten, eisblauen Gletschern und strahlend weißen Traumstränden. Kaum ein anderer Teil der Erde bietet so unterschiedliche Landschaften und so viele verschiedene Highlights für Reisende. 

Meine Stippvisite durch Südamerika führt mich mit dem Veranstalter Studiosus Reisen von Buenos Aires (Argentinien), über die Wasserfälle von Iguazú, bis nach Rio de Janeiro (Brasilien) – sechs Nächte, zwei Länder: Südamerika kompakt.

Wie komme ich hin und welches Klima erwartet mich am anderen Ende der Welt?


14 Stunden Flug – der längste Direktflug im Lufthansa-Streckennetz – hebt ab in Richtung Buenos Aires. Wer bislang angenommen hat, dass überall in Südamerika heiße Temperaturen und eine tropische Hitze herrschen, wird nach der Landung eines besseren belehrt. Das Klima in Buenos Aires Ende April unterscheidet sich nicht sonderlich vom heimischen Klima im Schwabenland.

Avendia 9 de Julio
Avendia 9 de Julio

Während durch die unterschiedlichen Höhenlagen und Topografien zwischen Norden, Osten, Süden und Westen sehr wohl unterschiedliche Klimazonen vorzufinden sind, haben alle Argentinischen Landesteile eines gemeinsam: die Jahreszeiten sind den europäischen entgegengesetzt. Ende April lässt sich daher der südamerikanische Herbst genießen mit einem absolut milden, mediterranen Klima – ohne große Hitze und glücklicherweise ohne große Niederschläge. Gerade auch wegen des mediterranen Klimas ist Buenos Aires v.a. für Südamerika Neulinge absolut empfehlenswert und ein sehr gut geeignetes Einsteigerreiseziel.

Puerto Madero
Puerto Madero

Tragik, Frohsinn und Kultur

Europäisch geprägt und erstaunlich kontrastreich – Buenos Aires könnte auf Grund seiner Vergangenheit und der Hinterlassenschaften europäischer Einwanderer, das zweite Sevilla sein. Mich wundert es daher nicht weiter, dass rund um die Avendia 9 de Julio und den Plaza de Mayo, den Hauptplatz, eine ganze Reihe ‚europäischer‘ Prachtbauten zu finden sind. Die Avenida 9 de Julio selbst ist ein Postkartenmotiv wie aus dem Bilderbuch. Ganze 16 Fahrspuren gilt es hier zu überqueren um auf die andere Seite der Straße zu kommen. Geduld ist auf der breitesten Straße der Welt vor allem in den Morgen- und Abendstunden während des Berufsverkehres gefragt. 

Regierungspalast Casa Rosada

Der Regierungspalast Casa Rosada, der sich am Maiplatz befindet, erinnert an die tragische Vergangenheit der Stadt, während sich im hübschen Hafenviertel La Boca, dem Geburtsort des Tangos, die Profitänzer ihrer Leidenschaft hingeben. Mit seinen bunten Wellblechhütten, Straßenkünstlern und den argentinischen Tangorhythmen in der Luft versprüht La Boca die pure südamerikanische Lebensfreude.

Tango bei Nacht
Tango bei Nacht

Ein ähnliches Bild ergibt sich mir im Szeneviertel Palermo: mit Restaurants, Bars und Boutiquen wird hier das chic Frankreichs, das dolce vita Italiens und das Heißblütige Spaniens vereint.
Wer gerne wie ich flaniert, ist im Hafenviertel Puerto Madero genau richtig. Hier toben Kinder im Park, während die Eltern ausgelassen ihren Mate-Tee, eine weitere argentinische Spezialität, genießen. Etwas geschichtsträchtiger wird es hingegen im Stadtteil Recoleta auf dem Stadtfriedhof mit überdimensionalen Mausoleen – zwischen Palmen und steinernen Engeln befindet sich das Grab der von den Argentiniern verehrten Eva Perón (Evita). Wahrlich ein ehrwürdiger Ort, um die letzte Ruhe zu finden.

Wenn die Sonne längst untergegangen ist, erwacht die pulsierende Stadt an der Mündung des Rio de la Plata ein zweites Mal: der tango argentino gehört hier in den Milongas, den Tanzbars, einfach dazu wie die Capirinha an die Copacabana. Die Restaurants werden erst zum späten Abend besonders voll: bei einem guten Tropfen Wein genießen die Einheimischen mit Familie oder Freunden einen Klassiker, das argentinische Rindersteak. Medium, medium well oder lieber well done? Egal wie – immer ein kulinarisches Highlight!

Argentinisches Steak
Argentinisches Steak

Las Cataratas de Iguazú

Eines der landschaftlichen und mein persönliches Highlight der Reise ist der Besuch der Wasserfälle von Iguazú, die per Inlandsflug erreicht werden. Bereits im Spanischunterricht in der Schule wird mir von den Wasserfällen vorgeschwärmt – die wahre Schönheit & Gewalt der „Cataratas de Iguazú“ bereiten mir dann aber doch Gänsehaut.

Mit einer Ausdehnung von knapp drei Kilometern sind es die breitesten Wasserfälle der Welt – und sie komponieren dabei täglich ihre ganz eigene Musik: in den „Schlund des Teufels“ stürzende Fluten, umrandet von einem subtropischen Feuchtgebiet, das ein Meer an exotischen Blüten, Tukane und Schmetterlingen bietet und Heimat zahlreicher spitzbübischer Nasenbären ist: der Besuch des UNESCO Weltnaturerbes ist ein einmaliges Privileg, das ein jeden Staunen lässt. Die gigantischen Wasserfälle erstrecken sich über die argentinisch-brasilianische Grenze und obgleich die Fälle von der einen oder der anderen Seite bestaunt werden, haben sie eines gemeinsam: wild, rau und tosend – ein einmaliges Erlebnis, das unter die Haut geht.

Kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: der mitgeführte Rucksack oder die eigene Tasche sollten beim Besuch der Wasserfälle in jedem Fall gut verschlossen sein, denn die raffinierten Nasenbären sind überall und riechen Essen schon von Weitem. Nicht selten schleichen sie sich genau in dem Moment an, indem man versucht das perfekte Bild von den stürzenden Fluten zu schießen, um aus dem mitgeführten Handgepäck die Leckereien zu stibitzen. Besonders Bananen standen bei uns hoch im Kurs.

Vom UNESCO Natur- zum UNESCO Weltkulturerbe – auf nach Rio de Janeiro! 

Ein Kontrast zu diesem Naturparadies stellt Rio de Janeiro dar: die Stadt ist laut und pulsierend, voller Lebensfreude und gefühlter Sorglosigkeit am Strand – gleichzeitig aber auch eine Stadt mit zwei Gesichtern, hat die Metropole immer wieder mit Armut in den Favelas, Drogenproblemen und Bandenkriminalität zu kämpfen. 

Fußball in Rio
Fußball in Rio

Hoch oben, in genau 710m Höhe, scheinen alle Probleme weit entfernt:
auf dem Corcovado-Berg unter der ausgebreiteten Armen der Christusstatue, liegt mir diese pulsierende Metropole sprichwörtlich zu Füßen. Von der Copacabana bis zum Zuckerhut, der per Seilbahn erreicht wird: ein Panoramablick, der beeindruckt.

Die Move bei der Christusstaue
Die Move bei der Christusstaue
Zuckerhut
Zuckerhut

Rio ist Samba – der Musikstil für Leichtigkeit und ein unbeschreibliches Lebensgefühl. Dieses liegt vor allem in den Abendstunden entlang der Copacabana in der Luft. Entlang der langen Strandpromenade mit Buden, die zu Bars umfunktioniert wurden, pulsiert das Leben, und das nicht nur am Wochenende: mit den Füßen im Sand, einer eisgekühlten Caipirinha in der Hand und Sambarhythmen im Ohr kann ein Tag fast nicht besser ausklingen.

Sonnenuntergang an der Copacabana
Sonnenuntergang an der Copacabana

Mein besonderer Tipp als i-Tüpfelchen eines perfekten Tages in Rio: der Besuch einer Churrascaria – speisen wie die Gauchos! Auf einem speziellen Grill werden große Stücke vom Rind, Schwein, Lamm und Geflügel auf langen Spießen gegrillt, um ein einzigartiges Aroma zu erhalten.  Dazu gibt es eine große Auswahl an Salaten und leckeren Kleinigkeiten, die typisch brasilianisch zubereitet sind. Einfach himmlisch!

Ein Wort zur Sicherheit

„Sicherheit“ wird heut zu tage sicherlich von jedem anders definiert und kann für keinen Ort der Welt mehr garantiert werden. Für mich gab es vor Ort jedoch keine einzige Begegnung, die mich innerlich unruhig werden ließ. Damit auch Sie sich unbeschwert durch Südamerika bewegen können, habe ich zwei Tipps für künftige Südamerikareisende parat: 
„Führe niemanden in Versuchung“ – den Rucksack vorne zu Tragen und den Gold-& Silberschmuck gut versteckt im Hotel zu deponieren kann nie schaden. Wer sich zudem für eine geführte Studienreise mit Studiosus Reisen entscheidet, profitiert von weiteren Vorteilen: eine schöne Zeit mit Gleichgesinnten, einen erfahrenen Reiseleiter, der die Gruppe auch abseits der klassischen Touristenpfade führt und so für Gänsehautmomente und unvergessliche Erinnerungen sorgt und immer jemanden, der mit einem den Heimweg antreten kann, um das Alleinsein in der Dämmerung/Dunkelheit zu vermeiden.

Der Südamerikanische Kontinent hat mich bei meiner Stippvisite begeistert und steht für weitere Reisen ganz oben auf meiner Bucketlist. Sie planen einen Reise ans andere Ende der Welt oder benötigen noch Tipps für den perfekten Aufenthalt in Buenos Aires oder Rio de Janeiro? Meine Kollegin Silke Damm aus Stuttgart, die mich auf der Reise begleitet hat, und ich beraten Sie sehr gerne.

Ihre Jessica Binder

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